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Bremsbeläge für alle Fahrzeuge
Bremsbeläge
Wichtige Informationen für Reparatur und Kauf
Die Bremsbeläge, die bei Scheibenbremsen auch "Bremsklötze", beziehungsweise bei Trommelbremsen "Bremsbacken" genannt werden, werden beim Bremsen gegen die Bremsscheiben oder Bremstrommel gedrückt. Die dabei entstehende Reibung und Wärme bewirkt den Verschleiß der Bremsbeläge.
1. Bauart
Die Bremsbeläge können aus verschiedenen Materialien bestehen. Es werden Metalle, Füllstoffe, Verstärkungsfasern sowie Gleit- und Bindemittel verwendet. In jedem Fall müssen die Bremsbeläge zu vorhandenen Bremsscheiben passen, um Bremsleistung auch bei ungünstigem Wetter sicherzustellen und lästige Geräusche wie Quietschen und Rubbeln beim Bremsen zu vermeiden.
2. Diagnose
Ein fälliger Wechsel der Bremsbeläge kündigt sich allgemein durch den sinkenden Stand der Bremsflüssigkeit im Ausgleichsbehälter an. Es ist jedoch kein sicheres Zeichen, da oft einfach Bremsflüssigkeit nachgefüllt wird. Die Bremsbeläge sind daher stets zusätzlich zum Stand der Bremsflüssigkeit zu kontrollieren. Viele Fahrzeuge verfügen über elektrische Warnkontakte, so dass bei Unterschreitung der Mindestdicke der Bremsbeläge eine Kontrollleuchte im Innenraum aufleuchtet. Manche Bremsbeläge sind so konstruiert, dass sie bei völligem Verschleiß unüberhörbar quietschen.
Bei der Begutachtung der Bremsbeläge ist auch eine Inspektion der Reiboberflächen erfolgen. Diese dürfen nicht beschädigt, glasiert oder verschmiert sein. Auch ist auf eine fehlerlose Verbindung des Bremsbelags mit der Trägerplatte zu achten.
3. Reparatur
Es empfiehlt sich dringendst Bremsbeläge nur paarweise auszutauschen, um ein sicheres Fahrverhalten beim Bremsen zu erhalten. Außerdem ist es angebracht, Bremsbeläge aus derselben Verpackung bzw. vom gleichen Hersteller zu verwenden, um ein seitengleiches Bremsverhalten zu gewährleisten.
Die Bremsscheiben sollten nicht allzu tiefe Riefen aufweisen, da diese stark die Lebensdauer der neuen Bremsbeläge verkürzen. Ein Ersatz durch neue Bremsscheiben aus dem Ersatzteile-Handel ist dann geboten.
Während der ersten 200 km nach dem Austausch der Bremsbeläge sollten Vollbremsungen möglichst vermieden werden, um eine hohe Langlebigkeit zu erzielen.
Beim Austausch der Bremsbeläge ist es wichtig, dass die Kolben von Bremssattel bzw. Bremstrommel in der richtigen Lage positioniert sind. Dazu bedarf es Hilfsmitteln, wie einer Lehre oder einer speziellen Drehzange, um die Position zu korrigieren. Da dabei der Stand der Bremsflüssigkeit steigt, muss überschüssiges Öl eventuell abgesaugt werden.
Sollen bereits gelaufene und ausgebaute Bremsbeläge wieder eingebaut werden, so müssen diese wieder am selben Platz eingesetzt werden. Bei einem Wechsel von der Außen- zur Innenseite treten sonst unregelmäßige Bremswirkungen auf.
4. Marken
Zu den namhaften Herstellern von Bremsbelägen im Bereich der Ersatzteile gehören u.a. die Markent ATE, Delphi, TRW Lucas, Brembo, Metzger, mapco, Jurid, Febi Bilstein, NK, SBS, Zimmermann, Triscan, Mintex, Textar, Pagid, EBC, Vaico, Barum, PEX, Trucktec, Optimal und Quinton Hazell
Quellen
- Meisterwissen im Kfz-Handwerk; Vogel Buchverlag; 2007
- Kraftfahrzeugtechnik; westermann; 2005
- Handbuch Kraftfahrzeugtechnik; Vieweg; 2007
- Jetzt helfe ich mir selbst, Opel Astra F, Band 156; Motorbuch Verlag; 1995