Ersatzteile für Autobianchi

Autobianchi Ersatzteile

Die Mailänder Firma Bianchi wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Eduardi Bianchi gegründet. Das italienische Unternehmen stellte zunächst Fahrräder her. Die Produktion von Automobilen kam 1905 dazu. Nach dem zweiten Weltkrieg war die finanzielle Lage des Unternehmens so schlecht, dass ein Neubeginn der Automobilproduktion nicht länger möglich war. So kam es im Jahre 1955 zur Zusammenarbeit von Bianchi, Fiat und Pirelli. Gemeinsam gründeten diese Unternehmen die Automarke Autobianchi. Drei Jahre später musste Bianchi seine Firmenanteile an Fiat und Pirelli abtreten. Im gleichen Jahr, 1958, brachte Autobianchi das erste Automobil auf den Markt. Das Modell mit der Bezeichnung Bianchina war mit der gleichen Radaufhängung sowie dem gleichen Motor des Fiat 500 ausgestattet. Autobianchi war ab 1967 eine vollständige Tochterfirma des Fiat-Konzerns geworden. Für Fiat war das die Gelegenheit neue Techniken in Autobianchi Modellen am Markt zu testen. So konnte zum Beispiel im negativen Fall nichts auf den guten Ruf von Fiat zurückgehen. Die Ausstattung der Autobianchi Modelle war edler als die der Fiat Modelle und somit die Anschaffungskosten auch höher. Mit den Modellen Primula sowie dem Kombi Giardiniera erreichte das Unternehmen einen hohen Bekanntheitsgrad. Als Vorlage für den Giardiniera nahm das Unternehmen den Fiat Nuova 500. Fiat ließ mit dem Primula erstmalig ein Fahrzeug mit Frontantrieb, Quermotor und Heckklappe produzieren. Ein wenig später brachte das Unternehmen den A111 und den A112 auf den Markt. Für das Modell A111, einer viertürigen Limousine, stand der Fiat 127 sowie der Fiat 128 Pate. Das Modell besaß auch einen Quermotor, Frontantrieb aber keine Heckklappe. Bei dem Modell A 112 hielt sich das Unternehmen an die Technik des Fiat 127 und produzierte das Fahrzeug mit dem größten Erfolg unter der Marke Autobianchi. Der Kleinwagen verfügte über ein Steilheck und Platz für Personen. Der Dreitürer kam im Jahre 1969 auf den Markt. Über 16 Jahre lang stellte das Unternehmen den A 112 her. Kein anderes Autobianchi Modell war so beliebt wie der A112. Das brachte Autobianchi dazu den A 112 vom bekannten Turiner Tuner Carlo Abarth nochmals zu überarbeiten, um hier und da eine kleine Verbesserung zu erlangen. Daraufhin kam das Modell als A 112 Abarth HP58 und A112 Abarth HP70 in den Verkauf. Der Autobianchi A 112 wurde nicht nur vom professionellen Tuner Carlo Abarth getunt. Viele Besitzer nahmen Veränderungen am A 112 vor, wie zum Beispiel Kotflügelverbreiterungen, Spoiler, Zusatzscheinwerfer, Glasdächer, Tieferlegungen, 16 V-Antennen, M3-Aussenspiegel sowie andere Rad-Reifen-Kombinationen. Weiterhin gab es auch Versuche den normalen A 112 in einen Abarth umzubauen, was dazu führte, dass es in der heutigen Zeit kaum noch A 112 Modelle im Originalzustand gibt. 1982 wurde die Produktion Automarke Autobianchi eingestellt und von der Marke Lancia abgelöst, womit der A 112 das letzte Autobianchi Modell war. Später wurde der A 112 unter der Automarke Lancia vertrieben. Da das Modell seit 1986 nicht mehr hergestellt wird, ist es heutzutage sehr begehrt, was auch den Preis dieses Fahrzeuges kontinuierlich steigen lässt.

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