Ersatzteile für Barkas

Barkas Ersatzteile

Beim sächsischen Automobilhersteller Barkas handelte es sich um ein Unternehmen, welches von 1961 bis 1991 Kleintransporter herstellte. Das Unternehmen blickte aber schon Anfang der 1960er Jahre auf eine lange Geschichte zurück und wurde 1923 von Jørgen Skafte Rasmussen mit der Bezeichnung Metallwerke Frankenberg gegründet. Um 1933 wurde das Werk nach Hainichen verlegt und bereits ein Jahr später in FRAMO-Werke Hainichen umbenannt. 1957 kam es dann zu einer weiteren Umbenennung, die neue Bezeichnung des Unternehmens lautete fortan VEB-Barkas-Werke Hainichen. Der FRAMO V901 war bis dahin das einzig hergestellte Fahrzeug und bekam den Namen Barkas V901. 1958 entsteht aus dem Unternehmen VEB Barkas-Werke Hainichen, Motorenwerke Karl-Marx-Stadt, Fahrzeugwerk Karl-Marx-Stadt und dem Einspritzpumpenteilewerk Wolfpfütz das Unternehmen VEB Barkas-Werke Karl-Marx-Stadt, auch der Hauptsitz des VEB wurde nach Karl-Marx-Stadt verlegt. Während der Serienfertigung des Barkas B1000 1961 bestand die Belegschaft aus rund 4000 Mitarbeitern. Angetrieben wurde der B1000 von einem 46 PS starken 3-Zylinder-2-Takt-Motor und war in diversen Karosserievarianten erhältlich. So konnte der Barkas B1000 als Kasten-, Pritschen-, Krankentransportwagen und auch als Kleinbus geordert werden. Die offizielle Vorstellung des B1000 fand 1962 auf der Leipziger Frühjahrsmesse statt. Zwei Jahre nach der Markteinführung wurden die Fahrzeuge, welche für den Export bestimmt waren mit einer Zweikreisbremsanlage ausgestattet, noch im gleichen Jahr ersetzt Barkas zudem die Lenkstockschaltung durch eine Knüppelschaltung.

Mitte der 1960er Jahre übernimmt Barkas den VEB Fahrzeughydraulik Frankenberg (FHF), sodass bereits ein Jahr später der Koffer- und Drehleiteraufbau des Barkas B1000 in Serie gefertigt werden konnte. Bis Ende der 1960er Jahre wurde der Barkas B1000 mit diversen Neuerungen wie einer geräuschärmeren Abgasanlage und einer elektrischen Scheibenwaschanlage ausgestattet, zudem wurde ein erster Prototyp mit Viertakt-Ottomotor entwickelt und produziert, es folgten bis 1972 noch zwei weitere Prototypen, bis der Barkas B1100 vorgestellt wurde. Das Modell wurde mit Doppelkabine und einen Viertakt-Ottomotor aus dem Moskwitsch 412 angeboten und hergestellt. Der Barkas B1000 verkaufte sich in der ehemaligen DDR sehr gut, im Februar 1980 verließ das 100.000ste Modell das Werk, sieben Jahre später waren es bereits 150.000 produzierte Barkas des VEB Barkas-Werke-Karl-Marx-Stadt. Nach der Wende in eine GmbH umgewandelt baute das Unternehmen den Barkas B1000 noch bis April 1991, bis der letzte Kleintransporter vom Band rollte. Der kultige Transporter aus dem Osten ist heute nicht allzu oft auf den Straßen anzutreffen und befindet sich meist in Liebhaberhänden, welche den Barkas B1000 hegen und pflegen. Die wichtigsten Barkas-Ersatzteile sind im Internet bei DAPARTO erhältlich, dazu gehören Verschleißteile wie Stoßdämpfer, ein neuer Kupplungssatz oder Ölfilter. Viele Barkas-Ersatzteile sind im freien Teilehandel allerdings nicht mehr erhältlich, die Barkas-Szene und Fangemeinde hilft sich aber untereinander und lassen sich doch die meisten Barkas-Ersatzteile auftreiben.

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