Peugeot Ersatzteile
Der französische Autohersteller Peugeot zählt zu den bedeutendsten und bekanntesten Herstellern im Bereich Fahrzeuge und Autoteile weltweit. Das traditionsreiche Unternehmen wurde bereits 1896 gegründet; wie bei vielen anderen KFZ-Herstellern war auch bei Peugeot der Gründer Armand Peugeot Namensgeber des Konzerns, dessen heutige Zentrale in Paris ansässig ist. Von dort werden die Aktivitäten in den Bereichen Fahrzeuge, Ersatzteile und Service koordiniert. Im Jahr 1975 übernahm Peugeot seinen französischen Wettbewerber Citroen; beide Unternehmen bilden heute die PSA Gruppe, die die gemeinsame Entwicklung und Fertigung von Fahrzeugen und Autoteilen vorantreibt. Die Deutschland-Zentrale von Peugeot ist aufgrund der Nähe zu Frankreich in Saarbrücken ansässig.
Das markante Logo der Marke, die Fahrzeuge wie auch Peugeot Ersatzteile ziert, zeigt seit jeher einen Löwen auf blauem Grund.
Die Peugeot Modellpalette umfasst alle Segmente – vom Kleinwagen über die Mitteklasse bis zum Sportwagen oder Cabrio.
Einer der bekanntesten Kleinwagen ist der Peugeot 107, der Karosserie und viele Ersatzteile mit seinen „Brüdern“, dem Toyota Aygo und dem Citroen C1 teilt. Der Peugeot 206 ist ein über mehr als 10 Jahre gebautes Erfolgsmodell und stellt das meistverkaufte Modell der Marke Peugeot dar. Davor wurde die Bestmarke von seinem Vorgänger, dem Peugeot 205, gehalten, den es u.a. auch als 205 GTI sowie als 205 Cabrio gab. Die Cabriolet-Version des Nachfolgers wurde Peugeot 206 CC genannt und erhielt statt erstmals ein Stahldach. Nachfolger des 206 ist der Peugeot 207, den es ebenfalls als 207 CC gibt. In der Kompaktklasse bildet der 208 sowie der längere 3008 das Herzstück. Diesem folgt der 407 als größeres Modell, dessen Limousine, Kombi und Coupe viele Peugeot Ersatzteile mit denen des Citroen C5 gemein haben. Der 5008 ist ein Kompaktvan, der gemeinsam mit dem Oberklasse-Modell des Peugeot 607, dem 807 „Euro Van“ und dem SUV Peugeot 4007 die aktuelle Modellpalette der Franzosen abrunden. Sollten die letztgenannten eine Inspektion oder Wartung benötigen so sind die Peugeot Ersatzteile- und Werkstattorganisation sowie die der Marke angeschlossenen Autohäuser erste Ansprechpartner.
Im Bereich der Nutzfahrzeuge bietet Peugeot die Modelle „Partner“ und „Partner Tepee“ sowie den Peugeot „Expert“ als Lieferwagen an. Während der Partner sich zahlreiche Autoteile – von Karosserieteilen wie Kotflügel oder Motorhaube bis zu technischen Bauteilen wie Wasserpumpe, Bremsscheiben, Stoßdämpfer oder Lichtmaschine – mit dem Citroen Berlingo teilt ist der „Expert“ in vielen Teilen (Motor, Getriebe, Kupplung, Radlager, etc.) baugleich mit dem Citroen Jumpy und dem Fiat Scudo. Der Peugeot Boxer schließlich ist ein größeres Nutzfahrzeug, der bzgl. vieler Ersatzteile dem Citroen Jumper bzw. dem Foat Ducato gleicht.
Bereits in den 70er und 80er Jahren brachte Peugeot einige sehr erfolgreiche Modelle auf den Markt, die aufgrund ihrer Qualität und hohen Produktionszahlen noch heute im Straßenverkehr zu finden sind. Dank der gut organisierten Ersatzteile-Versorgung durch Peugeot sowie den freien Autoteile-Handel können diese Fahrzeuge weiterhin einfach gewartet und repariert werden.
In den 70er Jahren war der Peugeot 204 ein mehr als 1 Mio. Mal produziertes Erfolgsmodell, das in Frankreich einen großen Rivalen zum Renault 6 darstellte.
Der Peugeot 504 war eine Oberklasse-Limousine, im Gegensatz zum kleinen Peugeot 104, der baugleich mit dem Citroen LN bzw. dem Talbot Samba war. In diesen 3 Modellen wurden zahlreiche baugleiche Ersatzteile verwendet, wie z.B. Bremsbeläge, Radlager, Wasserpumpe oder Zylinderkopfdichtung.
Der Peugeot 604 wurde u.a. als Staatskarosse in der DDR und Polen eingesetzt; 305 und 505 gab es als Limousine und als Kombi (bei Peugeot als „Break“ bezeichnet. Der ursprüngliche „Talbot Arizona“ wurde im Laufe der Produktionszeit in Peugeot 309 umbenannt. Ebenfalls erfolgreich war der Peugeot 405, der wie die ihn einrahmenden Modelle 305 und 505 als Limousine und „Break“ genannte Kombi erhältlich war. Der Kleinwagen 106 war baugleich im Bereich vieler Peugeot Ersatzteile mit dem Schwestermodell Citroen Saxo, während der Peugeot 306 einen Rivalen zum VW Golf II darstellen sollte. Dessen Nachfolger, der Peugeot 307, war deutlich verbessert hinsichtlich der Qualität. Vom 307 war auch ein Cabrio, das 307 CC genannt wurde, erhältlich.
Eine Kooperation der Hersteller Fiat, Peugeot, Citroen und Lancia im Bereich Entwicklung der verwendeten Autoteile stellte der Peugeot 806, ein erfolgreicher Van dar.
Während die Peugeot Fahrzeuge hinsichtlich ihres Designs viele Käufer auch in Deutschland überzeugen konnten, was deren Qualität lange Zeit nicht auf Augenhöhe mit der ihrer Wettbewerber VW, Opel und Ford. Vor allem bei Peugeot PKW aus den 70er und 80er Jahren war u.a. Rost an Auspuff (vor allem Endschalldämpfer), Radlauf und Querlenker sowie an Kotflügel, Türen und Stoßstange keine Seltenheit. Auch mechanisch gab es Defekte an Kupplung, Stoßdämpfer, Zylinderkopfdichtung oder Benzinpumpe zu verzeichnen. Abhilfe schafften Peugeot Ersatzteile, die entweder vom Konzern und dessen Service-Partnern als Originalteile oder alternativ im freien Autoteile-Handel als Identteile und Nachbauteile angeboten wurden. Dank des flächendeckenden Händlernetzes sowie der guten Versorgung mit Ersatzteilen war es für Peugeot Besitzer bislang nicht schwer, benötigte Autoteile im Handel zu erwerben. Einige Peugeot Modelle, vor allem der 205, sind bei Tuning-Fans sehr beliebt. Der 205 war sowohl als 205 GTI 1.9 und 1.6 als auch als 205 Turbo erhältlich. Diese sind vielfach zusätzlich mit Sportfahrwerk, Sportauspuff und Distanzscheiben ausgerüstet worden.
In den 90er Jahren war Peugeot im Motorsport aktiv und erfolgreich. Sowohl bei Rallye Veranstaltungen als auch beim 24 Stunden Rennen in Le Mans (mit dem Modell „905“) konnte Peugeot Erfolge feiern.