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Federbein für alle Fahrzeuge
Federbein
Wichtige Informationen für Reparatur und Kauf
Das Federbein stellt eine Zusammenfassung verschiedener Bauteile der Fahrwerkstechnik dar und besteht aus dem hydraulischen Stoßdämpfer, der Feder und dem Radträger. In Bezug auf den Erfinder dieser Bauteilekombination nennt man das Federbein auch "McPherson-Federbein", da es Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts erstmals von Earl S. McPherson entwickelt und patentiert wurde.
1. Bauart
Das Federbein ist ein komplexes Bauteil. Im Zentrum der von zwei Federtellern komprimierten Schraubenfeder sitzt der Stoßdämpfer. Die Federteller sitzen auf der Kolbenstange und dem Zylinder des Stoßdämpfer. In gleicher Bewegrichtung arbeiten zudem eine Zusatzfeder (aus mikrozellularem Polyurethan), die Stahlfeder und die Dämpfer, deren Achsen in der Regel zusammen fallen. Auch kommt es vor, dass je nach Fahrzeugtyp, die Feder am Federbein schräg angestellt ist, um die Kolbenstange von Seitenführungskräften zu entlasten.
2. Diagnose
Da das Federbein aus vielen verschiedenen Baukomponenten besteht, kann ein Defekt unterschiedliche Ursachen haben. Möglich ist z.B. ein Defekt der Federbeinlager, der sich durch ein mahlendes oder knarzendes Geräusch beim Einlenken bemerkbar machen würde. Das Einknicken des Fahrzugs in Kurven, Aufschaukeln bei Bodenwelle, sowie ein verlängerter Bremsweg sind hingegen Anzeichen für einen Defekt der Stoßdämpfer. Auch eine Sichtprüfung der Stoßdämpfer kann Aufschluss über einen Defekt ermöglichen. Tritt z.B. Öl aus dem Stoßdämpfer aus bzw. ist dieser undicht, so muss der Stoßdämpfer umgehend ersetzt werden. Defekte am Federbein sind demnach vielschichtig; das Federbein sollte daher regelmäßig auf eventuelle Schäden kontrolliert werden.
3. Reparatur
Abhängig davon, welche Komponente am Federbein einen Defekt aufweist, muss nicht gleich das komplette Federbein ausgewechselt werden. Wenn doch das komplette Federbein ersetzt werden muss, so kann man die nachfolgenden Reparaturschritte als grobe Orientierung heranziehen.
Zu Beginn der Reparaturarbeiten am Federbein sollten Stoßdämpfer plus Federn, selbstsichernde Schrauben, Domlager, Axialrillen Kugellager und Anschlagpuffer vorliegen. Nun muss zunächst das Federbein ausgebaut werden, indem der Wagen aufgebockt oder auf eine Hebebühne gestellt und das entsprechende Rad demontiert wird. Bremsschläuche und evtl. vorhandene ABS Leitungen aus den Halterungen entfernen, die obere Verschraubung am Federbein lösen und die untere Verschraubung am Achsschenkel entfernen. Dann wird das Federbein nach unten hin herausgenommen. Um das neue Federbein zu montieren, muss nun zunächst der Achsschenkel nach unten gedrückt und das Federbein wieder eingesetzt werden. Die obere Verschraubung wird handfest verschraubt und Bremsschläuche sowie evtl. vorhandene ABS Leitungen wieder an den entsprechenden Halterungen befestigt. Jetzt müssen die untere und die obere Verschraubung des Federbeins mit dem passenden Drehmoment festgezogen und das Rad wieder montiert werden. Abschließend sollte überprüft werden, ob sich bei den Reparaturarbeiten die Spur des Fahrzeugs verstellt hat. Ggf. muss die Spur anschließend noch zusätzlich eingestellt werden.
4. Marken
Hersteller im Bereich "Federbeinen" sind z.B. Boge, Koni, KYB und ZF Parts
Quellen
- de.wikipedia.org/wiki/Federbein
- www.heimwerker.de/heimwerker/heimwerker-beratung/auto-carport-und-garage/auto-reparatur-und-wartung/stossdaempfer-fahrwerk-wechseln.html
- de.wikipedia.org/wiki/Domlager