Gasfeder für alle Fahrzeuge

Gasfeder

Gasfeder

Wichtige Informationen für Reparatur und Kauf

In Fahrzeugen dient die Gasfeder dem Gewichtsausgleich großer Fahrzeugklappen, wie vor allem Motorhaube und Kofferraumklappe. Hier werden an die Gasfeder drei Anforderungen gestellt. Die auch "Gasdruckfeder" genannte Feder wird eingesetzt, um große und daher schwere Kofferraumklappen einerseits zu dämpfen, sowie uns beim Öffnen der Klappe zu unterstützen. Insbesondere bei Kombifahrzeugen, die eine große Heckklappe besitzen, die nicht von sich aus in eine mechanisch stabile Position gebracht werden können, sind die Gasdruckfedern auch dafür zuständig, die Heckklappe im geöffneten Zustand zu halten. Das Öffnen selbst fällt leichter, da man nicht mehr das gesamte Gewicht der Klappe mit eigener Muskelkraft heben muss, während die Dämpfungseigenschaft der Gasdruckfeder verhindert, dass die Klappe mit voller Wucht auf die Fahrzeugkarosserie prallt. Die Gasfeder gehört aufgrund ihrer regelmäßigen Belastung zur Gruppe der am meisten beanspruchten Autoteile.

1. Bauart

Die Gasdruckfeder besteht aus einem Druckrohr, einer Kolbenstange samt Kolben, sowie den Bohrungen für die Anbindung an die Aufnahmen an der Fahrzeugkarosserie. Im Innern befindet sich ein Gas (meist Stickstoff), welches durch die Komprimierung Energie aufnimmt. In den Kolben der Gasfeder sind eine oder mehrere Bohrungen mit geringem Durchmesser eingelassen, welche als Düse für einen langsamen Druckausgleich dienen. Dies führt zur gewünschten Dämpfwirkung der Gasdruckfeder bei zu schnellem Öffnen und vor allem Schließen der Heckklappe.

2. Diagnose

Sollte eine Gasdruckfeder einen Defekt aufweisen, lässt sie sich schnell als Verursacher ausmachen, da die auftretenden Phänomene recht eindeutig sind. Der häufigste Defekt ist ein Druckverlust im Innern des Druckrohrs der Gasfeder. Hierdurch sinkt die zur Verfügung stehende Federkraft bis hin zum Totalausfall der Feder-/Dämpfungswirkung der Gasdruckfeder. Dies macht sich sehr deutlich durch die nun wesentlich höheren Bedienkräfte bemerkbar. Auch bei einer wackelnden oder festsitzenden Kolbenstange ist die Gasfeder meist innerhalb kürzester Zeit unbrauchbar. Ursachen sind meist Kolbenfresser, also gebrochene Bauteile im Innern des Druckrohrs oder defekte Dichtungsteile.

3. Reparatur

Eine Gasfeder, die in Fahrzeugen verbaut wird, lässt sich leider nicht ohne unwirtschaftlichen Mehraufwand instand setzen. Da den hier verwendeten Gasdruckfedern ein Ventil zum Befüllen/Ablassen des Gases fehlt, könnten sie nach einer Reparatur nicht wieder auf ihren Betriebesdruck gebracht werden. In allen Fällen ist daher zum Austausch der Gasfeder zu raten. Dieser kann allerdings auch von Ungeübten jederzeit und ohne Weiteres durchgeführt werden. Die Gasdruckfedern müssen hierzu nur an ihren beiden Gelenken abgeschraubt und durch neue ersetzt werden. Bei den Ersatzteilen ist darauf zu achten, dass sie möglichst baugleich mit den Originalteilen sind und auch unter ähnlichen Parameter betrieben werden, da bei zu geringem Gasdruck die Federkraft nicht ausreicht, um die Klappe offen zu halten. Ist der Gasdruck zu hoch, erhöhen sich hierdurch die Bedienkräfte entsprechend.

4. Marken

 

Quellen

Wichtigste Hersteller

Wichtige Bauteile in der Hauptbaugruppe Karosserie, Blech, Verglasung, Anbauteile

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