Keilrippenriemen für alle Fahrzeuge

Keilrippenriemen

Keilrippenriemen

Wichtige Informationen für Reparatur und Kauf

Keilriemen sind Treibriemen von Riementrieben, die über einen trapezförmigen Querschnitt verfügen und so über eine wesentlich höhere Reibung als flache Auflagen verfügen. Keilriemen bestehen aus Gummi mit einer Textil- oder Stahlseileinlage. Der Vorteil der endlos gefertigten Keilriemen liegt darin, dass sie bei gleichem Platzbedarf wesentlich größere Drehmomente als Flachriemen übertragen können und durch die höhere Reibung geringere Kräfte auf die Lager wirken.
Keilrippenriemen bezeichnen eine Weiterentwicklung des Keilriemens und vereinen die Vorteile des Flachriemens (geringere Radien) mit denen der Keilriemen (geringere Umschlingungswinkel bzw. größere Reibung). Die Lebensdauer von Keilrippenriemen in Kraftfahrzeugen kann auf 160.000 km ausgelegt sein und sie benötigen im Gegensatz zum oft statisch gespannten Keilriemen automatische Spannsysteme, um unter allen Betriebsbedingungen eine möglichst konstante Riemenkraft zu gewährleisten.

1. Bauart

Keilrippenriemen besitzen in Längsrichtung verlaufende Rippen und die Riemenscheibe weist entsprechende Rillen auf. Sie werden zunehmend z.B. in sog. Serpentinentrieben von Motoren zum Antrieb mehrerer Nebenaggregate genutzt. Solche Nebenaggregate von Kraftfahrzeugen können z.B. Kühlwasserpumpen, Klimakompressoren, Lichtmaschinen oder Lenkhilfepumpen darstellen. Mit Keilrippenriemen können auch mehrere Aggregate mit nur einem Riemen angetrieben werden, indem z.B. auch die glatte Außenseite des Riemens genutzt wird.

2. Diagnose

Ein defekter Keilrippenriemen kann verschiedene Probleme hervorrufen. Zunächst kann es zu einer Beschädigung der Komfortelemente wie z.B. der Klimaanlage oder Servolenkung kommen. Des Weiteren besteht bei einem Defekt des Keilrippenriemens ein erhöhtes Unfallrisiko durch schwergängige Lenkung. Auch eine Überhitzungsgefahr und somit das Risiko eines Motorschadens sind nicht auszuschließen.

3. Reparatur

Der Fahrzeugsgenerator ist i.d.R. mit nur wenigen Schrauben am Motorblock befestigt. Eine dieser Schrauben steckt in einem Langloch und ermöglicht den Wechsel und die Einstellung der Vorspannung am Keilriemen. Diese Schraube muss mit dem Schraubenschlüssel gelöst werden, um die Lichtmaschine bewegen zu können. Dieser Prozessschritt kann wegen geringer Platzverhältnisse in einigen Fällen schwierig sein und bedarf Fingerspitzengefühl und gutem Werkzeug.
Ist der alte Riemen gelöst, kann er abgenommen werden. Der neue Keilriemen wird auf die Riemenscheiben aufgelegt und durch zurück drücken des Generators, mit Hilfe eines Hebels, gespannt. Hierbei ist zu beachten, dass zu geringe Vorspannung ein Durchrutschen des Keilriemens bewirkt und so quietschende Geräusche auftreten. Zu starke Spannung bewirkt hingegen eine zu hohe Belastung der Lager der Riemenscheiben. Nachdem die Schrauben der Lichtmaschine angezogen sind, sollte man den Motor kurz laufen lassen, um ihn zu testen. Leuchten im Fahrzeug keine Warnleuchten mehr auf, wurde der Wechsel des Keilrippenriemens erfolgreich durchgeführt.

4. Marken

Hersteller von Keilrippenriemen in Erstausrüster-Qualität sind z.B. Gates, Quinton Hazell, Contitech, Bosch, Metzger und Optibelt

Quellen

  • de.wikipedia.org/wiki/Keilriemen#Keilrippenriemen
  • www.heimwerker.de/heimwerker/heimwerker-beratung/auto-carport-und-garage/auto-reparatur-und-wartung/keilriemen-wechseln.html
Wichtigste Hersteller

Wichtige Bauteile in der Hauptbaugruppe Kühlung, Heizung, Klima, Lichtmaschine

Wichtige Marken