Stabilisator-Stange für alle Fahrzeuge

Stabilisator-Stange

Stabilisator-Stange

Wichtige Informationen für Reparatur und Kauf

Der Fahrwerkstabilisator (oft auch einfach "Stabilisator" oder kurz "Stabi" genannt) eines Fahrzeugs ist ein recht simpler Bestandteil des Fahrwerks. Der "Stabi" bewirkt eine bessere Straßenlage des Fahrzeuges, da er trotz Einzelradaufhängung das jeweils gegenüberliegende Rad derselben Achse mitfedern lässt. In Kurvenfahrten ergibt sich dadurch für das Fahrzeug weniger Rollneigung (Drehung um die Längsachse). Der Stabilisator leitet die durch den Lastwechsel entstehenden Druckkräfte auf das kurveninnere Rad um, sodass das Auto dem Härtegrad der Fahrwerkstabilisatoren entsprechend mehr oder weniger waagerecht gehalten wird. Bei einseitiger Belastung des Stabilisators, beispielsweise durch Straßenschäden (Schlagloch, Gullideckel, etc.), geschieht dies allerdings zu Ungunsten der Bodenhaftung und des Fahrkomforts bei Geradeausfahrt.

1. Bauart

Der herkömmliche Fahrwerkstabilisator ist schlichtweg ein meist runder Metallstab (Drehstabfeder aus Stahl), der waagerecht, parallel zu Achse und axial drehbar an der Karosserie angebracht ist. Er besitzt zwei abgewinkelte Enden, die als Hebel mit den gegenüberliegenden Radaufhängungen über Druckstäbe (Koppelstangen, Pendelstützen) verbunden sind. Von ihm unterscheidet sich der härteverstellbare Stabilisator. Hier werden linke und rechte Seite des Stabilisators voneinander getrennt und zwischen die beiden "Schenkel" ein Elektromotor oder eine ebenfalls von einem Steuergerät angesteuerte Hydraulik eingesetzt. Diese können nun die beiden Schenkel bedarfsgerecht gegeneinander verschränken und somit situationsabhängig einen eher starren oder weichen Stabilisator simulieren.

2. Diagnose

Defekte am Stabilisator beschränken sich aufgrund des einfachen technischen Aufbaus im Allgemeinen auf die Anbindungsstellen mit Karosserie bzw. Radaufhängung. Ein Defekt des Stabi ist in der Regel durch metallisches Klackern auf unebenen Straßen vom Unterboden her auszumachen. Oftmals hat der Stabilisator selbst in seinen Lagern durch Abnutzung desselben, ein Spiel, oder aber die Koppelstangen haben an Ihren Gelenken zum Stabilisator bzw. Aufhängung / Federbein Spiel, sodass es hier zu Klappergeräuschen kommt. Fahruntauglich wird das Fahrzeug durch einen schadhaften Stabilisator nicht, ein Sicherheitsmangel ist es dennoch, da hierdurch das Fahrverhalten stark beeinträchtigt werden kann. Außerdem lässt sich bei aufgebocktem Fahrzeug deutliches Spiel um die Sturzachse des Rades feststellen.

3. Reparatur

Der Stabilisator wird achsenweise gewechselt. Instandsetzen lassen sich defekte Teile jedoch nicht. Je nach Bauart können in seltenen Fällen Drehstab, Koppelstangen bzw. Pendelstützen oder die Lager auch einzeln gewechselt werden. Der Wechsel des Stabi ist relativ einfach. Zu beachten sind lediglich die richtigen Dimensionen der Bauteile. Die Kosten sind vergleichsweise gering, da es sich um einfache Bauteile handelt.

4. Marken

Stabilisatoren sind neben den Automobilkonzernen selbst, bei allen Herstellern von Fahrwerkskomponenten zu beziehen. Die bekanntesten sind Mapco, Quinton Hazell, Febi, Swag, TRW und Metzger.

Quellen

Wichtigste Hersteller