Die Ventildeckeldichtung ist Teil des Motors in einem KFZ. Der Ventildeckel, auch "Zylinderkopfdeckel" genannt, stellt den obersten Abschluss des Verbrennungsmotors dar und birgt die oberen Betätigungselemente des Ventiltriebs. Zudem verhindert er das Austreten von Schmieröl und den Zutritt von Luft in den Motor. Oft befindet sich am Ventildeckel auch die Einfüllöffnung für das Motoröl. Gegen den Zylinderkopf ist der Ventildeckel oft mit einer U-förmigen Kunststoffdichtung abgedichtet, der sog. Ventildeckeldichtung.
1. Bauart
Früher wurde als Ventildeckeldichtung vorwiegend Kork- oder Pressstoff genutzt, um den Motor abzudichten. Heute dagegen besteht eine Ventildeckeldichtung fast ausschließlich Gummi- oder Kunststoff eingesetzt.
2. Diagnose
Austretendes Öl am Motor kann ein Anzeichen für einen Defekt der Ventildeckeldichtung sein. Tropft Motoröl auf Teile der betriebswarmen Abgasanlage, kann dies im Extremfall einen Brand auslösen. Daher sollte in diesem Fall die Dichtung umgehend erneuert werden.
3. Reparatur
Die Ventildeckeldichtung gehört wie zahlreiche andere Dichtungen im Auto zu den Verschleißteilen. Mit fortgeschrittener Laufleistung wird die Dichtung des Ventildeckels oft undicht und muss gewechselt werden. Sonst kann Motoröl in die Umwelt oder auf heiße Motorteile gelangen und erheblichen Schaden am KFZ verursachen. Der Austausch der textilen Ventildeckeldichtung gegen eine Dichtung aus Kunststoff ist bei den meisten älteren Motoren problemlos möglich. Der Ventildeckel wird abgenommen, die Dichtung gewechselt und der Deckel wieder verschlossen. Die Schrauben am Verschluss des Ventileckels sollten jedoch nicht zu fest angezogen werden, da sonst die Dichtung zerquetscht werden könnte.
4. Marken
Hersteller von Ventildeckel-Dichtungen sind z.B. Elring, Febi Bilstein, Swag und Triscan