Die Zündkerze erzeugt im Motor die für die Zündung des Kraftstoff-Luft-Gemisches nötigen Zündfunken zwischen ihren Elektroden. Die von der Zündspule erzeugte Spannung wird von der Zündkerze in den Zylinder geleitet und erwirkt dort zwischen den Elektroden den Zündfunken, der den Verbrennungsmotor startet.
1. Bauart
Das Gehäuse einer Zündkerze besteht aus Stahl. Mit Hilfe eines integrierten Gewindes wird die Zündkerze in den Motorblock eingeschraubt. Die Mittelelektrode wird mittels eines Isolierkörpers/Isolators gegen das Kerzengehäuse isoliert. Die optimale Betriebstemperatur des Isolatorfußes sollte zwischen der Selbstreinigungstemperatur (ca. 400 °C) und Glühzündungstemperatur (über 900 °C) liegen. Bei einer Temperatur unterhalb der Selbstreinigungstemperatur kann die Zündkerze Verschmutzungen nicht mehr wegbrennen und die Bildung des Zündfunkens kann somit beeinträchtig werden. Dies kann zu einer Fehlzündung führen.
2. Diagnose
Nachdem eine Zündkerze über eine längere Betriebsdauer in einem Motor eingesetzt wurde, kann man an ihr durch das sogenannte "Kerzenbild" feststellen, ob eine optimale Verbrennung stattfindet. Weist das Kerzenbild eine braune Farbe auf, so arbeitet der Motor einwandfrei, die Gemischzusammensetzung ist korrekt und der Wärmewert der Zündkerze ist passend. Ein weißes Kerzenbild deutet dagegen auf ein zu mageres Gemisch oder einen zu niedrigen Wärmewert hin (der Motor neigt dadurch zum so genannten "Klopfen"), wohingegen ein veröltes Kerzenbild auf ein zu fettes Gemisch oder einen zu lockeren Sitz der Zündkerze hindeutet. Durch den dauerhaften Betrieb kommt es zudem zu Verschleiß an den Elektroden. Daher ist es wichtig die Zündkerzen regelmäßig zu prüfen und bei Bedarf zu wechseln. Für einen störungsfreien Betrieb der Zündkerzen sind der Elektrodenabstand und der Wärmewert entscheidend. Der Elektrodenabstand sollte je nach Herstellerangaben ca. 0,7 mm betragen. Bei falschem Elektrodenabstand können Zündaussetzer durch Verschmutzung oder Abnutzung der Zündkerze auftreten.
3. Reparatur
Defekte Zündkerzen werden regelmäßig gegen neue Kerzen ausgetauscht. Die Zündkerze ist mit einem Gewinde im Motorblock verschraubt und kann mit einem handelsüblichen Zündkerzenschlüssel entfernt werden. Hierzu werden vorab die Zündkerzenstecker entfernt, so dass der Zündkerzenschlüssel auf das Gewinde aufgesteckt und die Zündkerze entfernt werden kann. Nach dem Austausch werden die Zündkerzenstecker wieder aufgesteckt und auf korrekten SItz geprüft.
4. Marken
Zu den führenden Zündkerzen-Herstellern zählen NGK, Bosch, Champion, Beru, und Magneti Marelli.