Das Auto ruckelt und vibriert: Ursachen

Für Autofahrer ist es regelmäßig ein Schock, wenn der Wagen plötzlich ruckelt. Das Auto vibriert im Stand oder stottert während der Fahrt oder beim Gasgeben. Viele befürchten einen schweren und kostspieligen Defekt des Fahrzeugs wie einen Motorschaden. Tatsächlich kommen aber viele verschiedene Ursachen dafür in Betracht, warum ein Auto ruckelt. Besonders häufig führen lose Kabel oder verschlissene Bauteile zum störenden Vibrieren. Diese kleineren und kostengünstigeren Defekte müssen trotzdem schnell gefunden und behoben werden, damit keine Folgeschäden an Motor und Fahrzeug entstehen. Die nächste Fahrt sollte beim Ruckeln des Fahrzeugs unabhängig vom Defekt also in die nächstgelegene Werkstatt führen.

Das Auto ruckelt im Stand

Sind die Zündkerzen verschlissen, hilft nur ein Austausch.

Wenn der Motor des Autos nach dem Start bereits im Stand ruckelt, kommen verschiedene Ursachen in Betracht. Sehr wahrscheinlich ist ein kleinerer Schaden an der Zündanlage. Ist ein Zündkabel defekt, kann das Auto bereits nach dem Anlassen im Stand ruckeln und vibrieren. Defekte an den Zündkabeln kommen häufig dadurch zustande, dass sich ein Marder am Auto zu schaffen gemacht und die Kabel angefressen hat. In einer Werkstatt lassen sich die kaputten Zündkabel schnell ausfindig machen und ersetzen.

Ein weiterer Auslöser für das Ruckeln des Fahrzeugs im Stand kann ein Defekt der Zündspule sein. Die Zündspule bringt die geringe Bordspannung des Fahrzeugs auf Hochspannung. Nur so kann an der Zündkerze ein Zündfunke überspringen. Das macht die Zündspule zu einem besonders wichtigen und unverzichtbaren Bestandteil der Zündanlage. Mit der Zeit kann das Verschleißteil durch Kontaktfehler, Kurzschlüsse oder äußere Einflüsse wie Marderbisse beansprucht und beschädigt werden. Der Defekt äußert sich dann im Stottern und Ruckeln des Motors und Zündaussetzern. In diesem Fall sollte das Auto schnellstmöglich in eine Werkstatt gebracht werden, denn bei Betrieb des Fahrzeugs mit defekter Zündspule können teure Folgeschäden entstehen.

Verschleißen Zündkerzen, dann ändert sich der Abstand zwischen Mittel- und Masseelektrode. Dadurch kann das Kraftstoff-Luft-Gemisch nicht mehr zum richtigen Zeitpunkt gezündet werden, was zu einem Ruckeln im Stand führen kann. In der Werkstatt würden die Zündkerzen ausgebaut und geprüft werden (mit einer Fühlerlehre).

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Tritt das Ruckeln unmittelbar auf, nachdem die Zündkerzen des Wagens ausgetauscht oder am Motor gearbeitet wurde, könnte ein Zündkabel falsch gesteckt sein. Durch eine falsche Verkabelung kann das Auto nach dem Anlassen ruckeln. Auch dieser Fehler lässt sich in einer Autowerkstatt leicht erkennen und beheben.

Ist die Kraftstoffpumpe verschlissen, kann die Einspritzanlage den einzelnen Zylindern nicht mehr ausreichend Kraftstoff zuführen. Auch wird kann das Kraftstoff-Luft-Gemisch nicht mehr zum richtigen Zeitpunkt gezündet, was dazu führen kann, dass sich das Auto „schüttelt“. Probleme mit der Mischung von Kraftstoff und Luft kommen übrigens auch bei Motoren mit Vergaser vor.

Eine seltenere Ursache für Ruckeln ist ein defektes Zweimassenschwungrad, dessen Aufgabe es ja gerade ist, die Schwingungen des Motors vom Getriebe und Antriebsstrang fernzuhalten. Das Ruckeln merkt man dann vor allem am Lenkrad.

Das Auto ruckelt beim Fahren und zieht nicht

Reinigung der Drosselklappe
Ist die Drosselklappe stark verschmutzt, hilft Drosselklappenreiniger.

Es kann vorkommen, dass das Auto bei der Fahrt vibriert und ruckelt. Dabei lässt sich vielleicht auch beobachten, dass das Auto beim Gasgeben nicht zieht. Denkbar ist in diesem Fall ein Defekt an den Zündkerzen. Als Verschleißteile müssen Zündkerzen regelmäßig ausgetauscht werden. Sind sie schon verschlissen, kann es zum verzögerten Start des Motors und Zündaussetzern bei der Beschleunigung kommen. Das äußert sich dann im Ruckeln des Wagens bei der Fahrt. Kommt ein Defekt der Zündkerzen in Betracht, sollten diese umgehend erneuert werden, da sonst die Entstehung weiterer Folgeschäden am Auto droht. Auch wenn die Zündkerzen feucht sind, kann es vorkommen, dass das Auto ruckelt. Dabei sollte darauf geachtet werden, ob die Probleme vor allem bei Regenwetter auftreten. Das könnte darauf hindeuten, dass die Zündkerzen nur unzulänglich vor Nässe geschützt sind. Auch in diesem Fall sollte eine Werkstatt aufgesucht und die Zündkerzen zum Schutz vor Nässe abgedichtet werden.

Darüber hinaus kann auch ein defekter Luftmassenmesser die Ursache dafür sein, dass das Auto beim Anfahren oder während der Fahrt ruckelt und zittert. Dieser kleine Sensor ist sehr wichtig für die Funktionsfähigkeit des Motors, denn er bestimmt die ideale Menge an Kraftstoff, welche der Luft im Motor beigefügt werden muss. Ist der Luftmassenmesser defekt, muss er unverzüglich ausgetauscht werden. Wenn der Sensor nur verschmutzt ist, kann die fachgerechte Reinigung ausreichen, damit das Auto nicht mehr ruckelt. Es kommen diverse weitere Gründe dafür in Betracht, dass das Auto beim Gasgeben nicht mehr richtig zieht. Hier ist der Gang in die Werkstatt unumgänglich. Ein Automechaniker sucht dabei gezielt nach der Problemstelle, sodass mit der Reparatur der Wagen wieder wie gewohnt ziehen sollte.

Ist die Drosselklappe defekt oder stark verschmutzt oder ist die Lambdasonde defekt (und gibt falsche Werte ans Steuergerät weiter), dann kann es passieren, dass das Kraftstoff-Luft-Gemisch zu fett (zu viel Kraftstoff) oder zu mager (zu viel Luft) wird. Dadurch kann der Motor nicht zum richtigen Zeitpunkt zünden. Folge: Das Auto ruckelt.

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Das Auto ruckelt beim Schalten

Auch während des Schaltvorgangs kann störendes Ruckeln auftreten. Der banalste Grund dafür sind Fahrfehler. Wurde versehentlich ein falscher Gang eingelegt oder gibt der Fahrer beim Anfahren und Schalten zu wenig Gas, kann sich das durch ein Ruckeln des Fahrzeugs bemerkbar machen.

Auch durch einen Defekt von Nehmerzylinder, Ausrücklager oder Kupplung kann es dazu kommen, dass das Auto beim Schalten vibriert. Das sogenannte Rupfen der Kupplung tritt zum Beispiel auf, wenn die Kupplungsscheibe stark verschlissen ist. Die Kupplung kann dann nicht mehr so greifen, wie sie soll, und überträgt die Motorkraft nicht ausreichend. Rupft die Kupplung, sollte in jedem Fall ein Mechaniker aufgesucht werden.

Ist die Kraftstoffpumpe verschlissen oder der Kraftstofffilter verstopft, werden die Zylinder nicht ausreichend mit Kraftstoff versorgt, der Motor zündet nicht mehr zum richtigen Zeitpunkt und das Auto ruckelt, was man u. a. beim Schalten bemerken kann.

Auch verschlissene Zündkerzen können zu einer verspäteten Zündung führen, die wiederum ein Ruckeln oder eine stärkere Vibration beim Schalten verursachen kann. Ruckelt das Auto beim Schalten, sollte die Ursache bald geklärt werden.

Das Auto ruckelt beim Beschleunigen

Kraftstofffördereinheit
Ist die Kraftstoffpumpe defekt, wird der Motor nicht richtig mit Kraftstoff versorgt, was ebenfalls dazu führen kann, dass sich das Auto “schüttelt” oder ruckelt.

Für besonders großen Stress bei der Fahrt sorgt das Ruckeln des Fahrzeugs beim Beschleunigen. Gibt der Fahrer Gas und das Auto ruckelt oder wackelt, weist dies unter anderem auf eine unzureichende Versorgung mit Kraftstoff hin. Auslöser für dieses Problem kann eine schadhafte Kraftstoffpumpe sein. Ist die Benzin- oder Dieselpumpe des Fahrzeugs defekt, kann der Motor nicht mehr mit der ausreichenden Menge Kraftstoff versorgt werden. Das äußert sich in dem verdächtigen Ruckeln beim Gasgeben. Bei der Weiterfahrt mit einer defekten Kraftstoffpumpe kann diese im schlimmsten Fall komplett ausfallen. Das Fahrzeug bleibt dann stehen und muss abgeschleppt werden. Um hohe Abschleppkosten zu vermeiden, sollte die Kraftstoffpumpe bei Ruckeln während der Beschleunigung deshalb von einer Autowerkstatt kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht werden.

Ein weiterer möglicher Auslöser für das Ruckeln und Vibrieren beim Gasgeben kann der Kraftstofffilter sein. Wenn der Filter stark verschmutzt oder gar verstopft ist, kann ebenfalls nicht mehr die genügende Menge Kraftstoff in den Motor gelangen. Es kommt zum Leistungsverlust und Ruckeln des Motors. Tritt dieses Problem auf, sollte der Filter schnellstmöglich ausgetauscht werden. Nur so kann die problemlose Weiterfahrt mit dem Auto garantiert werden.

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Bei Dieselmotoren mit Pumpe-Düse-Einheit kann ein Defekt an der Einheit dazu führen, dass der Einspritzdruck nicht mehr stimmt und der jeweilige Zylinder nicht mehr ausreichend mit Kraftstoff versorgt wird. Dadurch würde der Motor „unrund“ laufen, d. h. ruckeln und wackeln, was besonders bei der Beschleunigung auffällt.

Ist die Achsmanschette (Faltenbalg) gerissen, kann das Fett im Innern austreten und Straßenschmutz und Staub können in das Antriebswellengelenk gelangen. Durch die Reibung von Staub und Schmutz am Gelenk kommt es zu Abrieb und dadurch wiederum zu einem Spiel im Antriebswellengelenk. Dieses Spiel kann dazu führen, dass das Kugelgelenk unrund läuft, was man als Erstes am Lenkrad und besonders beim Beschleunigen spürt. Es gibt übrigens noch mehr Anzeichen für einen Defekt an der Antriebswelle.

Das Motorlager hat die Aufgabe, Schwingungen und Stöße, die durch Straßenunebenheiten, Bremsen und Beschleunigen entstehen, zu dämpfen. Ist der Gummi des Motorlagers gerissen, funktioniert die Dämpfung nicht mehr und das Auto ruckelt bei jeder Aktion, besonders beim Beschleunigen und Bremsen.

Das Auto ruckelt beim Bremsen

Benutzte Bremsscheibe mit Bremsbelag vorne
Sind Bremsscheiben überhitzt oder von minderer Qualität, kann es beim Bremsen zu Ruckelbewegungen kommen.

Ein Vibrieren oder Zittern kann auch beim Bremsvorgang auftreten. Das Auto ruckelt dann beim Bremsen plötzlich, was beim Fahrer große Verunsicherung hervorruft. Eine mögliche Ursache dafür liegt in der Überhitzung der Bremsscheiben. Diese kann zum Beispiel durch lange Fahrten auf abschüssiger Straße ausgelöst werden oder durch einen festen Kolben im Bremssattel. Hat sich die Bremsscheibe stellenweise stark erhitzt, vibriert das Auto beim Bremsen. Bei billigen Bremsscheiben kann das Ruckeln auch durch verbautes minderwertiges Material entstehen. Sind die Bremsscheiben schlecht verarbeitet, kann die Bremskraft nicht gleichmäßig auf den Umfang der Scheibe wirken. Als Konsequenz stellt der Fahrer ein unkontrolliertes Vibrieren seines Fahrzeugs beim Bremsvorgang fest. Ist das Ruckeln auf die Bremsscheiben zurückzuführen, sollten diese umgehend in einer Werkstatt ausgetauscht werden.

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Neben den Bremsscheiben kann das Vibrieren auch auf fehlerhafte Spurstangenköpfe zurückzuführen sein. Ein Indiz dafür ist, dass das Fahrzeug beim Bremsen nach rechts oder links zieht.

Ist die Spurstange ausgeschlagen, ist auch meist die Lenkung des Autos beeinträchtigt. Dieser Defekt sollte daher unverzüglich begutachtet und repariert werden.

Auch eine Unwucht in den Rädern kann zum Ruckeln des Autos beim Bremsen und während Fahrt unter hohen Geschwindigkeiten führen. Ein Mechaniker kann die Räder auswuchten, was das Problem schnell beheben sollte.

Wie beim Beschleunigen kann auch beim Bremsen das Ruckeln daher kommen, dass der Gummi des Motorlagers gerissen ist und das Motorlager seine Dämpfungsfunktion nicht mehr erfüllen kann. In diesem Fall würde das Motorlager in der Werkstatt gegen ein neues ausgetauscht.

Zu guter Letzt kann auch das Antiblockiersystem (ABS) beim Bremsen zu einem Ruckeln führen – in diesem Fall ist das Ruckeln aber gewollt und zu erwarten.

Neben den aufgeführten Ursachen können weitere Defekte für das Ruckeln und Vibrieren verantwortlich sein. Die beste Lösung ist in jedem Fall, eine Werkstatt aufzusuchen und das Auto durchchecken zu lassen. Unter Angabe der genauen Situation, in der das Auto ruckelt, kann das defekte Bauteil schnell gefunden und ausgetauscht werden. Ist der Übeltäter gefunden und das Ruckeln behoben, lässt sich die Fahrt wieder sicher und störungsfrei genießen.

FAQ

Kann ich mit einem ruckelnden Auto weiterfahren?

Wenn das Auto ruckelt, sollte man möglichst schnell die Ursache klären. Im schlimmsten Fall kann auch der kleinste Defekt, wenn er unbehandelt bleibt, zu einem Motorschaden führen.

Mein Auto ruckelt beim Fahren – was ist die Ursache?

Die möglichen Ursachen sind vielfältig: kaputte Zündkerzen, ein defekter Luftmassenmesser, eine defekte oder stark verschmutzte Drosselklappe oder eine defekte Lambdasonde.

Warum ruckelt mein Auto im Stand?

Ein Ruckeln im Stand kommt oft von defekten oder falsch gesteckten Zündkabeln, einem Defekt an der Zündspule, verschlissenen Zündkerzen, einer verschlissenen Kraftstoffpumpe oder von einem kaputten Zweimassenschwungrad.

Warum ruckelt das Auto beim Schalten?

Oft liegt es einfach an Fahrfehlern, z. B. weil der falsche Gang eingelegt wurde. Aber auch Defekte an Nehmerzylinder, Ausrücklager, Kupplung sowie Verschleiß an Kraftstoffpumpe oder ‑filter und Zündkerzen können zu einem Ruckeln führen.

Warum ruckelt das Auto beim Beschleunigen und Bremsen?

Sind die Kraftstoffpumpe oder ‑filter schadhaft oder verstopft, ist die Pumpe-Düse-Einheit beschädigt oder die Achsmanschette gerissen, kann es passieren, dass man beim Beschleunigen eine mehr oder weniger starke Vibration spürt. Vibriert das Auto beim Bremsen, kann das an überhitzten oder schlecht verarbeiteten Bremsscheiben liegen, an fehlerhaften Spurstangenköpfen, an einer ausgeschlagenen Spurstange oder an einer Unwucht an den Rädern. Ein gerissener Gummi am Motorlager kann zu einem Ruckeln sowohl beim Bremsen als auch beim Beschleunigen führen.


Automechaniker schraubt an einem Autoteil

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Die Informationen dienen nur zur Information und können einen Spezialisten nicht ersetzen. DAPARTO haftet nicht für die falsche oder gefährliche Verwendung von Geräten, Werkzeugen und Ersatzteilen. DAPARTO empfiehlt bei allen Reparaturen stets vorsichtig zu arbeiten und alle Sicherheitsregeln zu beachten.