Auto-Inspektion: Was kostet sie und wie bekommt man sie günstig?

Wie oft muss man mit seinem Auto zur Inspektion, was wird gemacht, wie viel kostet die Inspektion und kann man sie auch selbst und günstiger machen? Hier gibt es die Antworten.

Was kostet die Inspektion?

Die Kosten für die Inspektion hängen von Größe und Laufleistung des Fahrzeugs ab, vom verwendeten Öl und was genau gemacht wird. Vertragswerkstätten nehmen oft höhere Stundensätze als freie Werkstätten. Die folgenden Preisschätzungen sind immer ohne besondere Teile oder Flüssigkeiten, die ersetzt werden müssen (z. B. Zahnriemen, Automatikgetriebeöl):

Freie Werkstatt:

  • Kleine Inspektion: bis zu 200 €
  • Große Inspektion: bis zu 500 €

Vertragswerkstatt:

  • Kleine Inspektion: bis zu 300 €
  • Große Inspektion: bis zu 900 €

Die kleine Inspektion dauert etwa eineinhalb Stunden. Dabei wird das Öl gewechselt und, falls nötig, auch Filter und Zündkerzen (beim Benziner). Außerdem werden Lichtanlage, Bremsen, der Reifendruck, die Scheibenwischanlage und alle Flüssigkeiten kontrolliert.

Bei der großen Inspektion werden zusätzlich Achse, Abgasanlage, Karosserie, die elektrische Anlage, Räder und Reifen, Lenkung und Gurte geprüft. Für die große Inspektion muss man mit einer Dauer von etwa drei Stunden rechnen.

Die Kosten für eine Inspektion sind übrigens nur bei Firmenfahrzeugen steuerlich absetzbar.

Do it yourself: Inspektion günstig selbst erledigen

Wer sich Kontrolle und Wechsel selbst zutraut, kommt deutlich günstiger weg. Die Miete für eine Stunde in der Mietwerkstatt inkl. Werkzeug kostet ca. 20 €. Dazu kommen die Kosten für Öl und Ersatzteile, die normalerweise bei ca. 100 € liegen. Je nach Fahrzeug können sie aber auch höher oder niedriger liegen. Wer das nötige Werkzeug selbst hat, kann die Arbeiten auch in der eigenen Garage erledigen. Aber Achtung: Wer selbst wechselt und schraubt, ist auch selbst für das Ergebnis verantwortlich.


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Wie oft muss das Auto zur Inspektion?

Wie oft man das Auto zur Inspektion bringen sollte, hängt vom Fahrzeug, vom Hersteller und vom verwendeten Öl ab. Normalerweise steht die Inspektion alle ein bis zwei Jahre oder alle 15.000 bis 40.000 km an, je nachdem, welcher Fall früher eintritt. Da nicht alle Teile das gleiche Wechselintervall haben, wird nicht bei jeder Inspektion das Gleiche gemacht. Außerdem können sich die Wechselintervalle von Hersteller zu Hersteller unterscheiden. Oft sind sie wie folgt.

  • Öl- und Ölfilterwechsel: alle ein bis zwei Jahre oder alle 15.000 bis 40.000 km
  • Wechsel von Luft und Innenraumfilter: jährlich
  • Wechsel der Zündkerzen: alle zwei bis vier Jahre oder alle 30.000 km
  • Wechsel des Kraftstofffilters: alle zwei bis sechs Jahre oder alle 40.000 bis 90.000 km
  • Austausch der Bremsflüssigkeit: alle zwei Jahre oder alle 30.000 bis 60.000 km
  • Austausch des Kühlmittels: alle 6 Jahre oder 90.000 km
  • Austausch des Getriebeöls: Herstellervorgaben beachten
  • Austausch von Zahnriemen und Wasserpumpe: nach Intervall des Herstellers, in der Regel alle 6 Jahre oder 90.000 km

Das Scheckheft sollte entsprechend gepflegt werden. Wer den Austausch von Flüssigkeiten, Filtern und evtl. sogar Autoteilen selbst erledigt, sollte auf jeden Fall die Rechnungen aufbewahren, damit man im Falle eines Verkaufs einen Beleg für die gute Pflege des Fahrzeugs hat.

Warum muss das Auto zur Inspektion?

Auch wenn es keine Pflicht zur Inspektion gibt, ist es aus vielerlei Gründen sinnvoll, den Zustand des Fahrzeugs auch außerhalb der Hauptuntersuchung regelmäßig zu kontrollieren.

Sicherheit

Sicherheitsrelevante Bauteile werden geprüft und bei Bedarf ersetzt, z. B. ein ausgeschlagener Querlenker oder eine abgefahrene Bremse.

Vermeidung von Folgeschäden

Nicht jede kleine Beschädigung macht sich gleich bemerkbar. Werden kleine Schäden bei der Inspektion frühzeitig erkannt, können durch den Austausch der betroffenen Teile potenziell teure Folgeschäden vermieden werden. Beispiel: Eine zu spät entdeckte undichte Zylinderkopfdichtung kann im schlimmsten Fall einen Motorschaden nach sich ziehen. Auch der regelmäßige Austausch des Motoröls sorgt für ein langes Motorleben.

Werterhalt

Fahrzeuge, die regelmäßig gewartet und gepflegt werden, halten länger und machen weniger Probleme im Alter. Daher sind Fahrzeuge mit lückenlosem Serviceheft (auch Scheckheft genannt) leichter und auch teurer zu verkaufen als Fahrzeuge mit Wartungsstau.

Herstellergarantie und Versicherungsschutz

Wer sein Auto nachweislich gut pflegt und regelmäßig überprüfen lässt, ist im Garantie- und Gewährleistungsfall auf der sicheren Seite und kann darauf hoffen, die Kosten eines Schadens teilweise oder sogar komplett ersetzt zu bekommen.

Grundsätzlich erlischt der Versicherungsschutz nicht, wenn man das Auto nicht zur Inspektion bringt. Kommt es jedoch zum Unfall und wird festgestellt, dass beispielsweise die Reifen abgefahren waren und der Bremsweg dadurch länger als üblich war, könnte dies als fahrlässig ausgelegt werden. Allerdings sollte schon aus Gründen der eigenen Sicherheit darauf geachtet werden, dass das komplette Fahrzeug in einem einwandfreien Zustand ist, unabhängig vom Versicherungsschutz.

FAQ

Was kostet eine Auto-Inspektion?

In einer freien Werkstatt kommen gerne mal 200 € für die kleine und 500 € für die große Inspektion zusammen. In der Vertragswerkstatt werden für die große Inspektion auch mal bis zu 900 € fällig. Wer die Inspektion selbst übernimmt, kommt oft wesentlich günstiger weg.

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Kriegt man die Inspektion auch günstiger?

Öl- und Filterwechsel sind auch für Laien leicht möglich und können schon eine Menge Geld sparen und auch Bremsbeläge sind leicht ausgetauscht. Wir helfen Dir gern bei der Zusammenstellung eines passenden Inspektionspakets. Sicherheitsrelevante Reparaturen sollten allerdings durch die Fachwerkstatt erledigt werden.

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Wie oft muss man mit dem Auto zur Inspektion?

Eine Pflicht zur Inspektion gibt es nicht, aber es empfiehlt sich, das Auto mindestens alle zwei Jahre kontrollieren zu lassen.

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Was wird bei der Inspektion gemacht?

Bei der kleinen Inspektion wird das Öl gewechselt und, falls nötig, auch Filter und Zündkerzen. Außerdem werden Lichtanlage, Bremsen, der Reifendruck, die Scheibenwischanlage und alle Flüssigkeiten kontrolliert. Bei der großen Inspektion werden zusätzlich Achse, Abgasanlage, Karosserie, die elektrische Anlage, Räder und Reifen, Lenkung und Gurte geprüft.

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Haftungsausschluss:

DAPARTO haftet nicht für Verluste, Verletzungen, Schäden am Eigentum, die während des Reparatur- oder Ersatzprozesses durch eine fehlerhafte Anwendung oder eine Fehlinterpretation der bereitgestellten Informationen auftreten.

Die Informationen dienen nur zur Information und können einen Spezialisten nicht ersetzen. DAPARTO haftet nicht für die falsche oder gefährliche Verwendung von Geräten, Werkzeugen und Ersatzteilen. DAPARTO empfiehlt bei allen Reparaturen stets vorsichtig zu arbeiten und alle Sicherheitsregeln zu beachten.