Motorlager defekt: Symptome erkennen und Motorlager wechseln

Wenn das Motorlager defekt ist, sind normalerweise die Gummis porös oder gerissen. Um teure Folgeschäden im Bereich des Motors zu vermeiden, sollte ein defektes Motorlager möglichst bald gewechselt werden.

Die Aufgabe des Motorlagers

Autos haben gewöhnlich drei Motorlager, manche Fahrzeugmodelle haben sogar vier. Das Motorlager ist ein Teil der Motoraufhängung und verbindet den Motor mit der Fahrzeugkarosserie. Seine Aufgabe ist es, die Vibrationen des Motors abzufangen, um die Karosserie zu schonen. Auch der Motor selbst bewegt sich dank der Motorlagerung weniger. 

Welche Symptome hat ein Defekt am Motorlager?

Wenn von einem Defekt des Motorlagers die Rede ist, dann ist normalerweise nicht das Motorlager selbst kaputt, sondern der Gummi. Der Gummi verschleiĂźt durch Alter und äuĂźere EinflĂĽsse wie Wasser, Kälte und Hitze, wird porös und reiĂźt. Ist das Motorlager gut zu erreichen, kann man bei einer SichtprĂĽfung die Risse im Gummi sehen. Wenn der Motor gegen die ihn umgebenden Bauteile schlägt, kann man den Lagerschaden aber auch hören und spĂĽren: 

  • Man nimmt ein schlagendes Geräusch wahr, vor allem beim Start, beim Abstellen und beim Lastwechsel (Gangwechsel und Bremsen).
  • Man spĂĽrt Vibrationen im Lenkrad oder im Schalthebel (Das Auto ruckelt und vibriert).


Folgen eines Defekts am Motorlager

Dass der Motor vibriert, ist normal. Ist das Motorlager defekt, werden diese Vibrationen jedoch eins zu eins an die Karosserie weitergegeben. Außerdem sitzt der Motor im Falle eines defekten Motorlagers nicht mehr fest, sondern kann gegen andere Teile im Motorraum stoßen. Bewegt er sich stärker, kann es sogar passieren, dass dabei Leitungen oder Schläuche reißen oder Bauteile beschädigt werden. Ein defektes Motorlager sollte daher möglichst bald ausgetauscht werden.

Motorlager wechseln: Kosten und Anleitung

Hier ist das Motorlager (rechts) gut zu erreichen. Wer etwas geĂĽbt ist, wechselt das Lager in einer halben Stunde.

Auch wenn nur der Gummi defekt ist, wird normalerweise das ganze Motorlager gewechselt, weil der Aufwand in beiden Fällen ähnlich hoch ist. Die Preise für das Motorlager selbst gehen von Fahrzeug zu Fahrzeug stark auseinander: Günstige (aber trotzdem gute) Motorlager beginnen bei 5 €, die teureren können 150 € kosten. Die Höhe der Werkstattkosten hängt wie so oft davon ab, wie gut das betroffene Teil zu erreichen ist: Kommt man gut an das Motorlager ran, ist der Wechsel in einer halben Stunde erledigt, andernfalls kann die Reparatur bis zu zwei Stunden dauern. Entsprechend liegen die Kosten bei einer freien Werkstatt zwischen 30 und 120 € zzgl. Material, also insgesamt zwischen 35 und 270 €.

Hinweis: Manche Werkstätten wechseln immer alle Lager gleichzeitig aus. Entsprechend erhöhen sich die Kosten.

Wer sich etwas auskennt, kann den Wechsel auch selbst übernehmen. Der Schwierigkeitsgrad ist niedrig, aber man benötigt Spezialwerkzeug (eine Motorbrücke).

  1. Auto aufbocken.
  2. Motorbrücke befestigen (die Kette wird in die vorhandenen Haken eingehängt).
  3. MotorbrĂĽcke spannen (aber nicht zu stark), damit der Motor nicht absackt, wenn man das Motorlager abschraubt. 
  4. Motorlager freiräumen (d. h. Leitungen, Schläuche usw. aus dem Weg räumen).
  5. Altes Motorlager abschrauben, neues Motorlager einbauen.
  6. Dann alle Schritte wieder in umgekehrter Reihenfolge gehen.


FAQ

Was kostet der Wechsel des Motorlagers?

Motorlager kosten je nach Automodell zwischen 5 und 120 €, der Wechsel zwischen 30 und 120 €.

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Woran bemerkt man einen Defekt am Motorlager?

Ein defektes Motorlager führt zu schlagenden Geräuschen v. a. beim Starten, Ausstellen des Motors und beim Lastwechsel. Außerdem kann man Vibrationen im Lenkrad und im Schaltknüppel spüren.

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Kann man mit einem defekten Motorlager weiterfahren?

Ja, kann man, aber um Folgeschäden zu vermeiden, sollte man es bald reparieren (lassen).

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Was ist ein elektronisch schaltbares Motorlager?

Ein elektronisch schaltbares Motorlager besteht aus einem Hydrolager, einem Aktor, Sensoren und einem Steuergerät. Das Ventil kann, je nach Notwendigkeit, zwischen aktiver und passiver Dämpfung umschalten.

Wie erhöht man die Lebensdauer des Motorlagers?

Die Lebensdauer des Motorlagers (oder eher des Gummis) wird durch eine ruppige Fahrweise mit vielen plötzlichen Lastwechseln verkürzt. Eine sanfte Fahrweise kann die Lebenszeit entsprechend erhöhen.


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