Unterbodenschutz beim Auto: sinnvoll und notwendig

Du fragst Dich, ob der Unterbodenschutz Deines Autos noch in Ordnung ist? Dein Neuwagen kommt in die Jahre und Du möchtest ihn weiterhin optimal schützen? Du möchtest wissen, was Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung kosten? Hier erfährst Du, welchen Zweck der Unterbodenschutz erfüllt, ob man ihn braucht und was er kostet.

Funktion des Unterbodenschutzes

Unterseite eines Autos

Der Unterboden Deines Autos ist permanent Umwelteinflüssen ausgesetzt. Im Winter setzen überwiegend Regen, Schnee und Streusalz der Unterseite Deines Fahrzeugs zu, im Sommer sind es Hitze und der Beschuss durch kleine Steinchen und Split. Diese Schmutzpartikel finden sich auf fast jedem befahrbaren Untergrund. Langfristig greift der Schmutz die Fahrzeugkarosserie und Fahrwerksteile an und beschädigt sie. Besonders bei Frost eingesetzte Streusalze führen zu Rostbildung und sind eine ernst zu nehmende Gefahr für den Unterboden.

Der Unterbodenschutz versiegelt die Unterseite des Fahrzeugs und schützt vor schädlichen Umwelt- und Witterungseinflüssen. Kleine Steinchen prallen nun nicht mehr direkt auf das Bodenblech oder schleifen den Lack ab, sie treffen auf eine elastische Masse auf dem Blech, welche die Steinchen abprallen lässt. Zusätzlich ist die Masse wasserabweisend und schützt damit vor Regen, Schnee und Streusalz.

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Aus welchem Material besteht der Unterbodenschutz?

Lange Zeit war Unterbodenschutz auf Bitumenbasis weit verbreitet und fand bei Neuwagen und im Heimwerkerbereich Anwendung. In letzter Zeit setzen sich jedoch immer mehr Produkte auf Wachsbasis durch. Der Unterbodenschutz von Neuwagen besteht inzwischen aus einer zähflüssigen Paste auf PVC-Basis, einem Gemisch von polymerem Pulver, Weichmacher, Additiven und Füllstoffen. Werksseitig aufgebracht, wird er durch zusätzliches Erwärmen gehärtet.

Wie lange hält der Unterbodenschutz?

Neuwagen sind werksseitig mit einem wirkungsvollen Unterbodenschutz ausgestattet, doch dieser hält nicht ewig. Die genannten Umwelteinflüsse tragen ihn ab und das Material unterliegt Alterungsprozessen. Daher sollte eine Unterbodenversiegelung spätestens nach sechs bis acht Jahren erneuert werden. Auch bei Gebrauchtwagen ist dieser Zyklus für die Erneuerung des Unterbodenschutzes empfohlen, unabhängig vom eingesetzten Material. Entscheidend ist die tatsächliche Beanspruchung des Fahrzeugs.

Bei einem bitumenbasierten Unterbodenschutz ist noch genauer hinzuschauen. Das Material unterliegt Alterungsprozessen, härtet aus, wird spröde, rissig und löst sich ab. Geschieht dies, ist die Schutzschicht nicht mehr wirksam. Im schlimmsten Fall dringt nun gelöstes Streusalz zwischen die Schutzschicht und dem Bodenblech, wo es nicht mehr entweichen kann. Ab dem Zeitpunkt kommt es zum sogenannten Salzfraß, welcher das Bodenblech zerstört. Wegen dieses materiellen Nachteils werden Produkte auf Bitumenbasis immer seltener angewendet.

Genauer solltest Du auch auf die stark beanspruchten Stellen schauen. Dies sind die Spitzen, Schweller und die Radhäuser. Steinschlag und Spritzwasser durch die Räder führen hier zu einer höheren Belastung des Unterbodenschutzes als z. B. auf der versiegelten Fläche in der Fahrzeugmitte.

Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelung, was ist der Unterschied?

In die Hohlräume der Fahrzeugkarosserie dringt im regulären Fahrbetrieb ebenfalls Feuchtigkeit ein. Passiert dies regelmäßig oder lagert sich Feuchtigkeit dort an, führt dies zu Rostbildung an der Karosserie. Zur Verhinderung von Rost werden in die Hohlräume Wachse oder Fette aufgetragen, damit sie eine dauerhaft wasserdichte Oberfläche ausbilden.

Im Gegensatz zum Unterbodenschutz ist in den Hohlräumen kein Steinschlag zu erwarten, daher ist das hier eingesetzte Material weniger elastisch, dafür kriechfähiger. Dadurch, dass die Fette und Wachse jeden Falz und jede Naht in den Hohlräumen erreichen, ist ein wirkungsvoller Korrosionsschutz gewährleistet.

Kosten für den Unterbodenschutz mit Hohlraumversiegelung

Die Materialkosten für Deinen neuen Unterbodenschutz sind überschaubar. Für ein Auto werden zwei Dosen Unterbodenschutzspray auf Wachsbasis für zusammen ca. 18 € benötigt (Bitumenprodukte sind etwas günstiger). Eine Dose Hohlraumversiegelungsspray kostet nochmal ca. 10 €.

Für die Kosten bei einer Werkstatt ist der Arbeitsaufwand der größere Faktor. Bevor der neue Unterbodenschutz aufgetragen werden kann, muss zunächst der Unterboden vorbereitet sein. Lose Reste der alten Versiegelung müssen entfernt, Roststellen beseitigt werden. 200 bis 300 € kostet der professionelle Auftrag des Unterbodenschutzes in der Werkstatt. Eine Hohlraumversiegelung kostet nochmal etwa 50 € mehr. Umfangreiche Entrostungen und ggf. Schweißarbeiten treiben den Preis weiter in die Höhe.

Für handwerklich Begabte kann es sich daher lohnen, das Auto in eine Mietwerkstatt zu bringen und die Erneuerung des Unterbodenschutzes selbst zu übernehmen. Kostenpunkt:

PostenKosten (Schätzung)
2 Dosen Unterbodenschutz18 €
1 Dose Hohlraumversiegelung10 €
2 – 3 Stunden in der Mietwerkstatt30 – 40 €
Reinigungsscheibe („Negerkeks“) mit Bohrmaschinenaufsatz10 €
Bohrmaschine(eigene mitbringen, evtl. auch vor Ort zu leihen)
Gesamt68 – 78 €

Ist der Unterbodenschutz bei einem Auto sinnvoll?

Ein intakter Unterbodenschutz ist ein wirkungsvolles Mittel, um Deinen Fahrzeugboden vor Rost, Steinschlägen und Nässe zu schützen. Alleine, aber besonders in Kombination mit einer Hohlraumversiegelung stellt er eine lohnende Investition in die Erhaltung Deines Fahrzeugs dar. Du sparst Dir hohe Folgekosten und verlängerst die Lebensdauer Deines Fahrzeugs.

FAQ

Wozu dient der Unterbodenschutz beim Auto?

Der Unterbodenschutz schützt die Unterseite des Fahrzeugs vor Schäden durch Schmutz, Steinchen, Streusalz, Hitze usw.

Wie oft muss man den Unterbodenschutz erneuern?

Spätestens nach sechs bis Acht Jahren sollte man den Unterbodenschutz erneuern (lassen).

Braucht man zusätzlich eine Hohlraumversiegelung?

Die Hohlraumversieglung soll verhindern, dass sich Rost in Hohlräumen bilden kann. Sie ist auf jeden Fall sinnvoll.


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Die Informationen dienen nur zur Information und können einen Spezialisten nicht ersetzen. DAPARTO haftet nicht für die falsche oder gefährliche Verwendung von Geräten, Werkzeugen und Ersatzteilen. DAPARTO empfiehlt bei allen Reparaturen stets vorsichtig zu arbeiten und alle Sicherheitsregeln zu beachten.