Fensterheber für alle Fahrzeuge

Fensterheber

Fensterheber

Wichtige Informationen für Reparatur und Kauf

Fensterheber ermöglichen das Heben und Senken der Fenster im Automobil. Sie bieten die Gelegenheit das Fahrzeug während der Fahrt zu lüften und den Zugang zu außenstehenden Objekten ohne die Fahrzeugtür zu öffnen. Während die Fensterheber der meisten Autos bis in die 90er Jahre noch mechanisch bedient werden mussten sind heute fast alle Fahrzeuge mit elektrischen Fensterhebern ausgestattet

1. Bauart

Im Jahr 1928 wurden erstmals die heute noch zum Teil gebräuchlichen Kurbelfensterheber gefertigt. Durch eine 1926 patentierte Schlingfederbremse war es möglich, die Fahrzeugscheibe in jeder beliebigen Position zu halten. Erste Kunden dieser so genannten Kurbelapparate waren Daimler-Benz und Volkswagen. Heute werden neben der mechanischen Variante meist elektrische Fensterheber verbaut. Bis in die 90er Jahre galt der "elektrische Fensterheber" (EFH) als Sonderaustattung eines Fahrzeugs. Diese arbeiten mit Seilzügen, die über eine elektronisch angetriebene Seiltrommel gesteuert werden. Während bei der mechanischen Variante eine klassische Fensterkurbel zum Betätigen der Fensterheber verwendet wird, so dienen bei der elektronischen Variante typischerweise individuelle Taster in der Türverkleidung als Bedienelemente. Bei einigen Automodellen ist zudem ein zentraler Satz von Tastern in der Mittelkonsole untergebracht, was den Bedienkomfort der Fensterheber nochmals erhöht. Die elektronischen Systeme verfügen zudem über einen vorgeschriebenen Einklemmschutz. Üblicherweise wird diese Funktion von einer Elektronik realisiert, welche die Fensterposition bestimmen kann und bei Gegendruck die Antriebsrichtung umkehrt. Der Einklemmschutz stellt über die Position des Fensters fest, ob ein Hindernis vorliegt oder das Fenster die Gummidichtung an der Endposition erreicht hat.

2. Diagnose

Aufgrund der Vielzahl an mechanischen Komponenten unterliegen auch die Fensterheber typischen Verschleißerscheinungen. Häufigste Merkmale sind klemmende oder schwergängig zu betätigende Fensterheber. Bei der mechanischen Variante lässt sich dies relativ einfach durch einen erhöhten Kraftaufwand beim Kurbeln erkennen. Bei der elektronischen Variante verändert sich zu erst das Geräusch des Fensterheber-Motors, bis es schließlich zu einem Ausfall der Hebetätigkeit kommt. Bei elektrischen Fensterhebern kann es neben den mechanischen Problemen zudem auch zu weiteren Problem kommen. Defekte Sicherungen, Fehler in der Stromversorgung sowie ein defektes Steuerelement sind hier die häufigsten Mängel am Fensterheber

3. Reparatur

Der Wechsel der Fensterheber ist ein relativ einfacher Arbeitsvorgang. Auch der ungeübte Schrauber sollten die Reparatur selbst durchführen können, sofern er über die passenden Werkzeuge und ein wenig technisches Verständnis verfügt. Der Austausch erfordert durch das Demontieren der Türinnenverkleidung um Zugang zu der Mechanik zu bekommen. Anschließend werden die alten Teile gegen Neuteile ersetzt und die Türverkleidung wieder montiert. Manche Autohersteller verwenden spezielle Befestigungsschrauben zur Fixierung der Fensterheber. Hier sollte man sich vorab Informationen bei einer Vertragswerkstatt oder im Internet einholen. Auch ältere Fahrzeuge können mit elektronischen Fensterhebern nachgerüstet werden. Hierzu bieten viele Hersteller fahrzeugspezifische Nachrüstsätze an.

4. Marken

Zu den führenden Fensterheber-Marken zählen Febi Bilstein, Vaico, Magneti Marelli und Vierol.

Quellen

Wichtigste Hersteller